Aufruf: Demo gegen Glencore und Xstrata PDF Drucken
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Glencore und Xstrata sind zwei der grössten Bergbaukonzerne, beide mit Sitz in Zug. Zwei Namen, die für eine Maschinerie stehen, die weltweit Mensch und Natur ausbeutet und vernichtet. Nur ein paar Beispiele: Im Norden Kolumbiens soll der einzige Fluss umgeleitet und 12 indigene Gemeinschaften gewaltsam von ihrem Territorium vertrieben werden, um Kohle aus der Erde zu holen. In Argentinien will Xstrata zwei weitere Minen bauen, nachdem sie bereits eine ganze Region vergiftet hat - um die Keller der Reichen mit Gold zu füllen. In Kongo und Sambia fördert Glencore Metalle unter menschen-verachtenden Bedingungen und schöpft riesige Gewinne ab. Sie spekuliert im grossen Stil mit Grundnahrungsmitteln und ist damit mitschuldig am Hunger von Millionen.

An vielen Orten leisten mutige Menschen Widerstand gegen diese Konzerne. Dafür werden sie verleugnet, verfolgt, bedroht und manchmal getötet. Glencore und Xstrata haben eigene 'Sicherheitsdienste', die ihr Personal oft aus rechtsradikalen, paramilitärischen Organisationen rekrutieren. Sie lassen ihre Interessen auch mit Hilfe von Polizei, Justiz, Politik, Hilfswerken und Medien durchsetzen, indem sie ihnen ein paar Krümmel von ihren fantastischen Gewinnen abfallen lassen.
Doch Glencore und Xstrata dürfen nicht als Sündenböcke für die Zerstörung von Mensch und Natur herhalten. Diese Firmen sind nur zwei Musterbeispiele für kapitalistische Logik. Im Vordergrund steht immer der Gewinn. Der Mensch, seine Bedürfnisse und die Umwelt sind zweitrangig.

Schweiz / Zug: Willkommen im Altersheim der Super-Reichen!

Die Schweiz wird immer mehr zum Zufluchtsort für die Super-Reichen und für die Hauptsitze von Konzernen. Standortvorteil sind die tiefen Steuern und die hohe Lebensqualität - das Gefühl, in einer heilen Welt zu leben, in der man nicht an die Verbrechen denken muss, für die man an weit entfernten Orten der Welt verantwortlich ist. Mit der Meinung, fast keine Steuereinahmen seien mehr als gar keine, kooperieren die lokale Politik und die Medien mit diesen Firmen.
In Zug lassen sich die Folgen bestens beobachten: Es wird uns erzählt wir alle würden profitieren, doch wer der „gewöhnlichen“ Leute kann sich noch eine Wohnung in Zug leisten und muss nicht früher oder später in andere Kantone ausweichen? Statt Beizen gibts immer mehr Luxuslokale. Auch die Jugend wandert ab, gelangweilt und ohne Perspektiven.

12. Oktober: Tag des Indigenen Widerstandes.

Am 12. Oktober, vor über 500 Jahren, hat Christoph Kolumbus Amerika 'entdeckt'. Damit hat für die indigene Bevölkerung eine Geschichte der Unterdrückung und des Leidens, aber auch des Kampfes begonnen, an die mit dem 'Internationalen Tag des Indigenen Widerstandes' erinnert wird. Wie können wir uns mit ihnen solidarisieren?
Die Täter haben Namen und Adressen - Glencore und Xstrata sind nur zwei davon. Wir können ihnen unsere Unterstützung entziehen und ihre Verbrechen denunzieren. Die Vielfalt ist unsere Stärke. Imagination, direkte Aktion und gegenseitige Hilfe unsere Waffen.
Unser Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben für Alle, in einer Gesellschaft ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung.

Darum:
Am 12. Oktober auf die Strasse
Treffpunkt:
14:00 @ Industrie 45 in Zug

Mehr Informationen bei den Organisatoren INCOMINDIOS auf Facebook

Anschliessend den ganzen Abend Barbetrieb in der Industrie 45!



 
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