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Filmabend
Dienstag, 26. März 2013

Film: Die Utopie leben! Der Anarchismus in Spanien


Montag, 1. April 2013, 20:00
Industrie 45, Zug


Reden wir von funktionierendem Anarchismus, so wird einem schnell die spanische Revolution nahe gelegt. In der Zeit um 1936 - 1939 waren viele Gebiete (vorallem Katalonien) selbstorganisiert und herrschaftsfrei - also praktisch anarchistisch organisiert. Geprägt wurde diese zeit vorallem auch durch die anarchistische Gewerkschaft CNT/FAI, in der bis zu 2 Millionen Menschen Mitglieder waren. Bis zum Sturz durch den Faschisten und Hitler-Freund Franco ist es daher natürlich sicher interessant mehr darüber zu erfahren, wie es denn so war. Umso besser wenn dies Zeitzeugen tun. Gesagt getan; das gute ARTE hatt sich den Kämpfenden Anarchisten angenommen, welche über diese Zeit bereitweiliig Auskunft geben. Sie waren alle Anarchisten und hatten verschiedene Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Viele von ihnen leben noch im Exil in Frankreich, Kanada, Mexiko und Venezuela. Sie sind eigens nach Spanien gekommen, um Zeugnis abzulegen. Der Dokumentarfilm gibt einen Überblick über die Geschichte der anarchistischen Bewegung seit dem 19. Jahrhundert, die Gründung der CNT (Confedéración Nacional del Trabajo) und der FAI, die Rolle von Kultur und Erziehung (Modernes Schulwesen), die Vielfalt der Ideen und Aktivitäten im Vorfeld der Zweiten Republik, den Staatsstreich der Militärs, der sowohl einen Krieg als auch eine Revolution (die einzige anarchistische Revolution) auslöste, und insbesondere über die Einrichtung und das Funktionieren der Kollektivbetriebe in den ländlichen und städtischen Gebieten. Er schließt mit der Niederlage des republikanischen Lagers im Jahre 1939, die der Revolution ein Ende bereitete.

Im spanischen Bürgerkrieg nahmen auf der Seite der Anarchistinnen und Anarchisten auch rund 800 Freiwillige aus der Schweiz teil. 180 starben, der Rest wurde von den Schweizer Gerichten hart bestraft.




 
Wenn die Aufstände sterben
Freitag, 18. Januar 2013

Leserunde: "Wenn die Aufstände sterben" von Gilles Dauvé


„Wenn man sich vorstellt, dass eine proletarische Front einer bürgerlichen Front gegenübersteht, dann denkt man das Proletariat in bürgerlichen Begriffen, nach Art einer politischen Revolution oder eines Kriegs (einer nimmt dem anderen die Macht, besetzt sein Territorium). Dabei führt man all das wieder ein, was zum Zeitpunkt der Erhebung niedergerissen worden war: Hierarchie, Respekt vor den Spezialisten, vor der Wissenschaft, die weiß; vor der Technik, die Lösungen anbietet; vor all dem, was den gewöhnlichen Menschen herabsetzt. Im Dienste des Staates wird aus dem Arbeiter-»milizionär« unausweichlich ein »Soldat«. Vom Herbst 36 an mündet in Spanien die Revolution in einen Krieg und in eine typische Kampfweise der Staaten, den Frontenkrieg.“
Gilles Dauvé, Wenn die Aufstände sterben, Kap. „Der Krieg frisst die Revolution“


Die Texte nehmen wir selber mit, Vorwissen/Vorlesen ist nicht nötig.

Da der Text relativ lang ist, lesen wir ihn in zwei Teilen

18. Februar 2013
und
4. März 2013

Ab 20.00 Uhr

i45, industriestrasse 45, Zug

Textlink


 
Züri brännt!
Mittwoch, 16. Januar 2013

Filmabend: Züri brännt!


Der legendäre Film der Zürcher Bewegung von 1980 ist ein wortgewaltiges Pamphlet und Dokumentation zugleich des Befreiungsschlages einer ganzen Generation. Strassenschlachten, Nacktdemonstrationen, Punk-Musik, gelebte Autonomie: Die Zürcher Bewegung sagte sich los von den Zwängen des zwinglianischen Zürichs und forderte Leben, Raum, Geld, Alles und Subito. Die Bewegung setzte ein beträchtliches kreatives Potential frei und hat Zürich tiefgreifend verändert. In der heutigen multikulturellen und event-orientierten Stadt kann man sich dies fast nicht mehr vorstellen.


4. Februar 2013

Ab 20.00 Uhr

I45, Zug



 
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