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Solidarität mit den Hausbesetzungen in Zug
Sonntag, 10. Mai 2009
Wir solidarisieren uns mit den BesetzerInnen des Hauses an der Zugerstr. 13 in Baar und nachher an der Bleichistrasse in Zug. Wir finden es cool, wenn Menschen aktiv werden und die ganzen Widersprüche dieser Gesellschaft klar offenlegen. Intakte Häuser stehen leer und gleichzeitig müssen sich Menschen darum sorgen, wie sie den nächsten Monat die Miete berappen sollen?

Die Häuser denen, die sie bewohnen!
Eigentum ist Diebstahl!

Medienmitteilung des Kollektiv "Aktiv Wohnen" vom 8.5.: Indymedia

Update 17. Mai
Nach über einer Woche sind die BesetzerInnen wieder ausgezogen, da der Abrisstermin bereits auf den Mo, 18.5. festgelegt gewesen war. Schade, es war eine schöne Zeit.
Medienmiteilung: Rückblick auf die Besetzung an der Zugerstr. 13

Update 5. Juni
Die zweite Besetzung an der Bleichistr. 12 in Zug ist leider auch schon wieder vorbei. Medienmiteilungen:
Medienmitteilung Besetzung 29.5.
Rückblick auf die Besetzung in der Bleichistr. 12

Fotos Zugerstr. 13:

Mehr Bilder Zugerstr. 13: 1 2

Fotos Bleichistr. 12:

Mehr Bilder Bleichistr. 12: 1 2




 
Kapitalismus überwinden – für eine freie, antiautoritäre Gesellschaft!
Montag, 4. Mai 2009
Plappern wir nicht lange um den heissen Brei herum. Missgunst, Neid, Profitmaximierung, Machthunger, Rücksichtslosigkeit bestimmen das Bild. Noch immer, immer mehr. Warum das so ist und wieso es nicht anders geht, das haben uns viele schlaue Männer und Frauen schon lang und breit erklärt: die "Natur des Menschen" dröhnt es auf der einen Seite, das "Wesen der Geschichte" quäkt es auf der anderen. Dabei "ist" bekanntlich weder der Mensch, noch "ist" die Geschichte. Beide werden sie gemacht, Tag für Tag, Woche für Woche, Epoche für Epoche. Und sie sind nur wie sie sind, weil sie Tag für Tag, Woche für Woche, Epoche für Epoche er- und getragen und endlos fortgeführt werden. Und solange die Struktur selbst im Kampf gegen die Struktur wieder und wieder wiederholt wird, ändert sich das auch nicht so schnell.

Blind muss sein, wer die Spirale nicht erkennt und blöd muss sein, wer nicht begreift, dass wir aus dieser Spirale raus müssen. Jetzt. Für immer. Gemeinsam. Ohne StellvertreterInnen an der Speerspitze die das dann schon schaukeln, ohne ChefideologInnen mit dem Masterplan in der Schreibtischschublade. Da können wir nur zusammen raus. Und zusammen heisst ohne Hierarchien, ohne Unterdrückung, und nur so auch ohne VerliererInnen. Das müssen wir hinkriegen, und das kriegen wir auch hin. Machen wir uns die Welt selbst. Jetzt. Für immer. Gemeinsam.

libertäres/anarchistische Bündnis

Zürcher AnarchistInnen, www.zuercher-anarchistinnen.ch.vu
Fauch Zürich, www.fauch.ch
Gegenseitige Hilfe
Systembruch, www.systembruch.net
Einzelpersonen






 
Rede zu nationaler Befreiung
Montag, 20. April 2009
Rede von Systembruch anlässlich einer Einladung ans Newroz-Fest der Kurdischen Kommunistischen Partei (KKP)

Wir sind zum Schluss gekommen, dass nationale Befreiungen keine Lösungen sind, um den Kapitalismus zu überwinden. Das kapitalistische System ist spätestens in der heutigen Zeit global. Wir als ArbeiterInnen arbeiten in global tätigen Firmen und das Kapital wird massiv global herum geschoben. Eine soziale Revolution innerhalb von Staatsgrenzen hat keine Perspektive. Die völlige Abschottung vom kapitalistischen Weltmarkt ist nicht möglich, weil eine einzelne Nation aufgrund geographischer Gegebenheiten unmöglich alle nötigen Dinge selber herstellen kann, auf jeden Fall nicht, wenn die wohlstandsorientierte Mittelschicht ihren bisherigen Wohlstand beibehalten möchte. Und würde man das hinkriegen, würde es nicht lange dauern bis Angriffe anderer Staaten die nationale Revolution zerstören würde. Durch kapitalistische Zusammenschlüsse anderer Nationen wie z.B. die UNO oder die NATO stehen dem Gegner der Revolution erheblich mehr Ressourcen zur Verfügung. Zudem ist es einem Land kurz nach einem Bürgerkrieg oder einer Revolution kaum möglich einen Krieg an allen Fronten zu führen, geschweige denn zu gewinnen.
Wir denken auch nicht, dass es funktionieren kann, wenn es eine Revolution in einer Nation gibt, und diese dann damit beginnt weitere Staaten einzunehmen und zu „befreien“. Eine Revolution muss immer von der Basis kommen, denn wenn sie zwangsweise geschieht, hat sie keine Zukunft. Sie würde nur wieder in Unterdrückung, Ausbeutung und Versklavung enden. Die Menschen müssen die Veränderung selber wollen, man kann sie nicht dazu zwingen.
Wir wollen keine Grenzen, auch nicht wenn sie dazu dienen sollen, eine revolutionäre Veränderung zu schützen. Grenzen bewirken einen Ausschluss von Menschen und wiederspiegeln im grossen Rahmen die Konkurrenz, die der Kapitalismus unter den Menschen bewirkt. Durch Staatsgrenzen werden die Menschen nur in Ausländer und Volk unterteilt. Aber das Volk ist für uns eine ethische Kategorie, die wir ablehnen. Sollen wir uns gemeinsam mit der Bourgoisie als SchweizerInnen, TürkInnen oder KurdInnen fühlen, obwohl wir so gut wie gar nichts mit denen am Hut haben und sie sogar hassen? Wir sind nicht Volk, wir sind eine weltweite Arbeiterklasse!

Momentan schlittern wir in eine tiefe Krise. Eine Krise in einem Kapitalismus, der noch nie so global war wie jetzt. Warum sollten wir uns dann national befreien? Da ist es doch nahe liegend, dass die Klassenkämpfe weltumspannend werden und es eine weltweite Revolution geben muss.

Für den Klassenkampf – weltweit!


 
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