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Festung Europa stürmen! Demo am 20.6.
Donnerstag, 11. Juni 2009
DEMONSTRATION ZUM INTERNATIONALEN FLÜCHTLINGSTAG

“FESTUNG EUROPA STÜRMEN! GEGEN NATIONALISMUS, RASSISMUS UND AUSBEUTUNG!”


Das “Antirassistische Netzwerk” ruft anlässlich des Internationalen Flüchtlingstages am 20. Juni 2009 zu einer Demonstration in Zürich auf. Damit wollen wir ein politisches Zeichen gegen Unmenschlichkeit und die “Festung Europa” setzen und unsere Solidarität mit allen Menschen auf der Flucht und im Exil ausdrücken.

Weltweit sind laut UNHCR rund 67 Millionen Menschen auf der Flucht. Fast 90 Prozent aller Flüchtlinge fliehen innerhalb ihrer eigenen Länder oder in eines der angrenzenden Nachbarländer. Nur ein Bruchteil dieser Menschen macht sich auf den Weg in Richtung Europa. Vor den Toren Europas ist dann aber sowohl im Süden, wie auch im Osten, kein Weiterkommen mehr, denn Europa hat seine Aussengrenzen schon lange dicht gemacht. Mit Mauern, Stacheldrähten und einer riesigen Überwachungsmaschinerie gleicht Europa immer mehr einer uneinnehmbaren Festung. Für Menschen auf der Flucht bedeutet das, dass sie immer längere und gefährlichere Fluchtwege auf sich nehmen müssen. Es ist ein Krieg, der vor den Toren Europas tobt. Ein Krieg, in dem Kriegsschiffe, Armeehelikopter, Hightech und europäische Elitetruppen gegen Flüchtlinge in restlos überfüllten Booten eingesetzt werden und der indirekt jedes Jahr Tausende von Toten fordert. Das Mittelmeer ist längst ein Massengrab. Alleine vor Italien sind in den letzten zehn Jahren rund 10′000 Flüchtlinge gestorben! Und die “humanitäre” Schweiz und das selbstgerechte Europa? Sie investieren auch weiterhin Millionen um die Aussengrenzen Europas noch unbezwingbarer und tödlicher zu machen. Sie kollaborieren dabei mit diktatorischen Regimes, welche die Menschenrechte mit Füssen treten. Wer es trotzdem, oft nach jahrelanger Odyssee, bis hierhin schafft, den erwartet ein eisiger Wind. Struktureller und offener Rassismus, Ausbeutung durch Billiglohnarbeit, Gefängnis wegen illegalen Aufenthaltes, soziale Kontrolle und totale Überwachung sind nur einige der Realitäten, mit denen Flüchtlinge konfrontiert sind.

Schon das Römische Imperium importierte Sklaven, Edelmetalle und Nahrungsmittel aus fernen Ländern nach Europa. Daran hat sich nichts geändert und unser Reichtum basiert auch heute noch auf der Ausbeutung ärmerer Länder. Jahrhunderte Kolonialismus und Abhängigkeit haben tiefe Spuren hinterlassen. Doch statt die historische Verantwortung wahrzunehmen, schotten sich Europa und die Schweiz ab. Waren und Rohstoffe sind willkommen, Menschen, deren Existenzgrundlage für unseren Wohlstand zerstört wurde und wird, hingegen nicht. Noch vor hundert Jahren waren Armut und Hunger ein steter Begleiter der Menschen in der Schweiz. Viele sind vor dem Elend geflüchtet und ausgewandert. Heute leben wir in einer neuen Zeit. Die Schweiz ist nun eines der reichsten Länder der Welt. Sie ist federführend an der Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik Europas beteiligt.

Unser heutiger Wohlstand ist die bittere Armut in anderen Teilen der Welt. Deshalb braucht es sichtbare sowie unsichtbare Mauern und die Konstrukte “Nation” und “Europäische Union”, um diesen Reichtum zu schützen. Dass der Preis dafür jedes Jahr tausende von Menschenleben ist, wird von einer überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung stillschweigend, wenn nicht gar applaudierend, hingenommen. Setzen wir deshalb ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Ausbeutung und Unterdrückung. Die Geschichte und das Wissen verpflichten zum Handeln. Denn wer schweigt, stimmt zu!!

Samstag, 20. Juni 2009, 13:30 Uhr, Landesmuseum (neben Hauptbahnhof), Zürich

Aufruf in Deutsch | English | Français




 
Solidarität mit den Hausbesetzungen in Zug
Sonntag, 10. Mai 2009
Wir solidarisieren uns mit den BesetzerInnen des Hauses an der Zugerstr. 13 in Baar und nachher an der Bleichistrasse in Zug. Wir finden es cool, wenn Menschen aktiv werden und die ganzen Widersprüche dieser Gesellschaft klar offenlegen. Intakte Häuser stehen leer und gleichzeitig müssen sich Menschen darum sorgen, wie sie den nächsten Monat die Miete berappen sollen?

Die Häuser denen, die sie bewohnen!
Eigentum ist Diebstahl!

Medienmitteilung des Kollektiv "Aktiv Wohnen" vom 8.5.: Indymedia

Update 17. Mai
Nach über einer Woche sind die BesetzerInnen wieder ausgezogen, da der Abrisstermin bereits auf den Mo, 18.5. festgelegt gewesen war. Schade, es war eine schöne Zeit.
Medienmiteilung: Rückblick auf die Besetzung an der Zugerstr. 13

Update 5. Juni
Die zweite Besetzung an der Bleichistr. 12 in Zug ist leider auch schon wieder vorbei. Medienmiteilungen:
Medienmitteilung Besetzung 29.5.
Rückblick auf die Besetzung in der Bleichistr. 12

Fotos Zugerstr. 13:

Mehr Bilder Zugerstr. 13: 1 2

Fotos Bleichistr. 12:

Mehr Bilder Bleichistr. 12: 1 2




 
Kapitalismus überwinden – für eine freie, antiautoritäre Gesellschaft!
Montag, 4. Mai 2009
Plappern wir nicht lange um den heissen Brei herum. Missgunst, Neid, Profitmaximierung, Machthunger, Rücksichtslosigkeit bestimmen das Bild. Noch immer, immer mehr. Warum das so ist und wieso es nicht anders geht, das haben uns viele schlaue Männer und Frauen schon lang und breit erklärt: die "Natur des Menschen" dröhnt es auf der einen Seite, das "Wesen der Geschichte" quäkt es auf der anderen. Dabei "ist" bekanntlich weder der Mensch, noch "ist" die Geschichte. Beide werden sie gemacht, Tag für Tag, Woche für Woche, Epoche für Epoche. Und sie sind nur wie sie sind, weil sie Tag für Tag, Woche für Woche, Epoche für Epoche er- und getragen und endlos fortgeführt werden. Und solange die Struktur selbst im Kampf gegen die Struktur wieder und wieder wiederholt wird, ändert sich das auch nicht so schnell.

Blind muss sein, wer die Spirale nicht erkennt und blöd muss sein, wer nicht begreift, dass wir aus dieser Spirale raus müssen. Jetzt. Für immer. Gemeinsam. Ohne StellvertreterInnen an der Speerspitze die das dann schon schaukeln, ohne ChefideologInnen mit dem Masterplan in der Schreibtischschublade. Da können wir nur zusammen raus. Und zusammen heisst ohne Hierarchien, ohne Unterdrückung, und nur so auch ohne VerliererInnen. Das müssen wir hinkriegen, und das kriegen wir auch hin. Machen wir uns die Welt selbst. Jetzt. Für immer. Gemeinsam.

libertäres/anarchistische Bündnis

Zürcher AnarchistInnen, www.zuercher-anarchistinnen.ch.vu
Fauch Zürich, www.fauch.ch
Gegenseitige Hilfe
Systembruch, www.systembruch.net
Einzelpersonen






 
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